Fünf Jungs, drei Songs: Bazouka Groove Club feierten vergangene Woche den Release ihrer ersten EP. Nach „Augenbrennen“ und „Wasser im Ohr“ klingen die fünf Jungs auf ihrem ersten Schatz nicht wirklich. Im Gegenteil: Sie grooven sich klar und deutlich vorwärts. Wir haben für euch reingehört!
Mit „Schutzlos“ schießen Bazouka Groove Club gekonnt Genregrenzen in den Wind, vermischen einen klaren Gitarrensound mit Rap und wuchtigen Drums. Der Track macht Stillstehen unmöglich. Ein Mix aus tanzbaren Beats und krassen Worten. Auch wenn das alles für die Jungs neu ist „wie Manga für Kunst“ – sie springen erfolgreich das erste Mal vom Fünfer. „Ich fühl mich schutzlos, fühl mich wie neugeboren“ – ihre Texte dürften den Nerv vieler treffen, denn sie kommen aus dem Alltag.

Gefühle von Nostalgie und Erinnerungen verpackt in ein Werk aus mitreißendem Refrain, emotionalen Strophen und der Kraft markanter Vocals liefern uns die Jungs mit ihrem zweiten Track „Auszeit“. „Verzweifelt vorwärts“ könnte das Motto auf der Suche nach verloren gegangener gemeinsamer Zeit lauten. Die Jungs malen Bilder in den Köpfen ihrer Hörer und pflanzen den Ausdruck der Verzweiflung in deren Ohren. Man muss mitfühlen, mitgrooven, mitdenken.

Texte, die sich unweigerlich ins Ohr bohren, um einem im Kopf herumzuschwirren: „Es geht um Pläne schmieden – schnell nach einem geht nicht suchen. In der Kirche beten – unterm Esstisch fluchen. Danke sagen – Fick dich meinen. Guck dich um, Alter… Ist ne schöne Zeit!“ Bazouka Groove Club sind das ehrliche Sprachrohr ihres „Clubs“, wie sie ihre Fans gerne bezeichnen. „Santa Monica“, der dritte Track ihres Debüts ist der lebende Beweis dafür, dass sie es auch mal ruhiger angehen lassen können. Sebastian Blankes Stimme, die einen einfach nicht loslässt und ein basslastiger Sound, der den Körper zum Vibrieren bringt. Emotional, packend, mitreißend wie ein Tsunami.

Die Platte der Jungs ist bunt und hat trotz nur drei Tracks eine Menge zu bieten. Beats zum Tanzen, Texte zum Nachdenken: alles andere als 08/15. Ein Zitat Erich Kästners ziert die Scheibe. Die Jungs denken nach, bei dem, was sie tun. Ein Stück Erwachsen-sein, gepaart mit der Sehnsucht nach dem Charme der Jugend – irgendwas zwischen „heute stehen“ und „morgen gehen“: Das ist das Debüt von Bazouka Groove Club.

 

 

 

Foto: Bazouka Groove Club

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