Seit dieser Woche ist es endlich soweit: Ein langersehnter neuer Superheld des Marvel Cinematic Universe kämpft sich über die Leinwände der deutschen Kinos. Er ist witzig, ein bisschen verrückt und ganz schön „strange“. Die Rede ist natürlich vom beliebtesten Neurochirurgen, der je etwas mit den Avengers zu tun hatte: Doctor Strange. Wir waren mal wieder im Cineplex Marburg und haben uns den Streifen reingezogen.

Wenngleich der Film auf den ersten Blick mehr wie eine Mischung aus „Avatar – Der Herr der Elemente“ und „Dr. House“ wirkt, überzeugt er bereits nach kurzer Zeit mit Witz, gut eingesetzten Special Effects und versteckten Anspielungen auf die „Avengers“ – so sieht man zum Beispiel im Panoramablick auf New York mehr als nur einmal ganz deutlich den Avengers-Tower.

Doch man sollte sich diesen Film nicht in der Erwartung ansehen, einen gewöhnlichen Superheldenfilm vorgeführt zu bekommen. Doctor Strange hat wieder und wieder mit dem – zugegebenermaßen – sehr komplexen Multiversum zu tun, trifft auf einen Endgegner galaktischen Ausmaßes, manipuliert die Zeit, bewegt sich in einer Spiegeldimension und erlebt die Außenwelt immer wieder nur durch seinen Astralkörper, hat also außerkörperliche Erfahrungen.

Wem das jetzt zu verrückt und abgehoben klingt, der sei beruhigt: Action- und Kampfszenen kommen definitiv nicht zu kurz und sogar der Hauch einer Romanze lässt sich erahnen. Neben der vermeintlichen Freundin des Superhelden lernt der Zuschauer außerdem Doctor Stranges Sidekick kennen: Während Iron Man in „The First Avenger: Civil War“ Spider-Man als menschliche Unterstützung auf seine Seite holt, ist es bei Strange schlichtweg seine „Reliquie“ in Form eines Schwebeumhangs mit scheinbar eigener Persönlichkeit.

Dargestellt wird der Hauptcharakter von Benedict Cumberbatch, bekannt aus der BBC-Serie „Sherlock“, der seinen Job nicht schlecht macht. Allerdings wird er, wie zu vermuten, von Kollegin Tilda Swinton, die „die Älteste“ und somit seine Lehrerin der mystischen Kräfte verkörpert, in beinahe jeder Szene an die Wand gespielt.

Move36 wünscht euch einen magischen, mystischen Abend im Kino und viel Spaß mit dem Film! Aber Achtung: Es wird strange.

 

 

Foto: Jay Maidment/Disney/dpa

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