Während die meisten von euch wahrscheinlich gerade noch ein paar Tage (oder Wochen) Hotel Mama genießen, ist auch ohne euch in Marburg gut was los. Das KFZ feierte am Wochenende das „Summer in the City“ oder auch einfach das traditionelle Sommerfest, um sich beim Publikum zu bedanken.

In den neuen Räumlichkeiten im Erwin-Piscator-Haus sorgten die Mitarbeiter für eine ausgewogene Show. Den Anfang machte  Herr Müller mit seiner Gitarre und brachte damit vor allem die Kinder zum tanzen, schreien und mitmachen. Die waren hinterher auch so ausgepowert, dass die Eltern das restliche Programm ganz ohne Nörgeleien genießen konnten.

Ab 19 Uhr war es dann richtig voll. Die Treppen vor dem KFZ waren überfüllt mit Menschen und man kam sich ein bisschen so vor, als säße man in einem richtigen Theater mit Rängen und Logen. Und da war er dann plötzlich – Udo Lindenberg. Hier in Marburg. An der Theke beim Bier kaufen!! Nein, leider nicht der Echte – aber ein Double wie aus dem Bilderbuch. Den sollte man auch den ganzen Abend noch sehen und er war definitiv das Highlight. Aber auch andere Doppelgänger konnte man bestaunen. Die alten Herren der „Blueskapelle Marburg“ zum Beispiel legten zwar mit ihrer Mischung aus Rock und Blues eine flotte Sohle hin, der Bassist erinnerte mit seinem Zylinder aber sehr an Slash von „Guns’n’Roses“, genauso wie der Schlagzeuger mit Blaumann und Hornbrille doch sehr den Geist des (kürzlich verstorbenen) Peter Lustig wiederbelebte.

Trotz großer Beliebtheit beim Publikum, zeigte sich das Udo-Lindenberg-Double ein wenig kamerascheu.

Trotz großer Beliebtheit beim Publikum, zeigte sich das Udo-Lindenberg-Double ein wenig kamerascheu.

Das Ganze war also schon fast ein Sommerfest der Promis – oder halt deren Doppelgänger. Nach dem Bluesrock der „alten Garde“ ging es weiter mit „Tagamea“. Die vier Jungs besangen mit ihrem swingigen Sound unter anderem auch die Leiden Studierender. Hat ja keiner Lust, im Sommer seine Hausarbeiten zu schreiben. Auch hier könnte man dem Bassisten Ähnlichkeiten zu Bruce Willis zuschreiben, auch wenn es dafür ein bisschen Fantasie braucht.

Was machte eigentlich Udo Lindenberg in der Zeit? Der stand gelassen am Eingang und schaute sich, an eine Säule gelehnt, das Programm an. Den musikalischen Abschluss des Abends sollten „Iguana“ bilden. Die Band fing stark an – mit ihrem Psych-Post-Rock rockten sie die Hütte. Spätestens nachdem der Sänger aber anfing zu singen, wurde klar, warum die Band so heißt. Genauso stellt man sich nämlich das Geräusch eines Iguanas, einer Leguan-Art, vor. Vom musikalischen Teil her aber trotzdem eine gute Show!

Danach rief DJ Selecta M zum Party machen auf und ließ den Abend spaßig und mit guter Musik ausklingen. Auch wenn die Türen schon zu waren, war draußen auf den Treppen trotzdem noch die Hölle los. Von Udo Lindenberg hat man leider nichts mehr gesehen, der muss wohl irgendwann gegangen sein. Schade!

Und nicht vergessen – am Mittwoch wird das alte KFZ in der Schulstraße offiziell verabschiedet. Natürlich auch mit einer Party, wie denn sonst? Kommt also alle und kommt zahlreich!

Fotos: Markus Mende

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