Buslotse, Streitschlichter, Schülervertreter und Schulsprecher an der Wigbertschule sowie Sekretär des Leo-Clubs Hünfeld: sich engagieren, für Rico Kurzrock (18) ist das ganz klar. Besonders setzt er sich für seine Mitschüler ein.

„Ich versuche, alle Interessen zu vertreten, um wirklich alle glücklich zu machen“, sagt der Abiturient. Besonders deutlich wird das an einem momentanen Projekt. „Wir wollen den Schülern etwas zurückgeben von unserem Geld, das wir bei Aktionen wie Kuchen- oder Würstchenverkauf eingenommen haben“, erklärt der Burghauner. Die Sechstklässler wollen beispielsweise neue Bälle, die Oberstufenschüler hingegen neue Sitzgelegenheiten. Kurzrock versucht, mit seinem Team in der Schülervertretung (SV) allen gerecht zu werden. Dabei hilft dem Zwölftklässler auch seine Erfahrung. Drei Jahre in Folge war er Schulsprecher, dreimal wurde er von den Schülern gewählt. Das sei ungewöhnlich, denn die meisten üben dieses Amt ein Jahr aus und werden danach Vertreter. „Die Erfahrung und die Kontinuität helfen mir total. Ich stehe in engem Kontakt mit den Lehrern und dem Schulleiter. Das ist wichtig, um die Belange der Schüler zu vertreten“, erklärt Rico Kurzrock. Das funktioniere an der Wigbertschule durchweg gut.

Der Wigball

In den_SV-Sitzungen wird der Schulsprecher mit Fragen überhäuft. Meist hat er auf alle eine Antwort. Er spricht Themen an, übernimmt die Verantwortung und koordiniert und organisiert viele Projekte. Eins der größten ist der Wigball. „Das ist die Veranstaltung, bei der die SV-Mitglieder wirklich sagen konnten: Das haben wir zusammen auf die Beine gestellt. Trotz der Arbeit hat es unglaublich viel Spaß gemacht“, sagt Rico. Außerdem erinnert er sich gerne an die Weihnachtsmannaktion, bei der Schüler Schokonikoläuse kaufen und anderen Schülern schenken konnten. „Das Projekt wurde super angenommen. 2015 haben wir sogar 600 Stück verkauft“, freut sich der 18-Jährige heute noch.

Drei Jahre lang war er außerdem Buslotse an der Wigbertschule. Dabei hat er in und am Bus die Streitereien der Schüler geschlichtet und für Sicherheit gesorgt. 2014 belegte er den ersten Platz im Buslotsenwettbewerb in Hessen. Eng mit dem Amt des Buslotsen ist auch das des Streitschlichters verbunden. In der siebten Klasse wurde er von dem zuständigen Lehrer angesprochen. Er hielt ihn für geeignet und Rico wurde ausgebildet. Sein Ziel: Streitereien von Schülern beseitigen.

Der Leo-Club

Ein weiteres Amt, das er seit drei Jahren ausübt, ist das des Schülervertreters in der Schulkonferenz, an der drei Eltern, zwei weitere Schüler, sechs Lehrer und der Schulleiter teilnehmen. „Sind Änderungen in der Schul- oder Hausordnung geplant, kann ich auch dort die Schülerschaft vertreten, die nicht außer Acht gelassen werden darf“, setzt sich Rico für das Amt ein. Nichts mit der Schule hat sein Amt im Leo-Club zu tun. Seit 2015 ist er Mitglied und Sekretär. Er ist für Terminplanungen, Protokolle und Einladungen zuständig. „Wir wollen uns gemeinsam sozial engagieren“, sagt Rico. Vor Kurzem haben die 16- bis 30-Jährigen Lebensmittel vor einem Supermarkt gesammelt. „Ein Teil mehr im Einkaufswagen“ hieß die Aktion, bei dem Käufer gebeten wurden, ein Teil mehr zu kaufen, das dann in einem Wagen des Leo-Clubs landete. Warum sich Rico engagiert? „Auch wenn es sich plump anhört: Es macht mich einfach glücklich, dass man mit kleinen Sachen auch andere glücklich machen und gemeinsam viel erreichen kann“, sagt der Abiturient.

Rico ist einer von 15 Nominierten für den Jugendpreis 2016 von move36 und der Fuldaer Zeitung. Bis zum 14 Mai stellen wir alle Bewerber auf den Preis vor. Anschließend kannst du deine Stimme abgeben, wer die Ehrenamtsauszeichnung gewinnen soll. Alle Nominierten findest du hier.

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