Schon im frühen Jugendalter macht es Pauline Auth Spaß, die Dinge in die Hand zu nehmen. Das Organisationstalent engagierte sich nicht nur in der Heilig-Kreuz-Kirche Welkers, sondern ist auch seit Juni vergangenen Jahres Vorsitzende des Jugendparlaments Eichenzell. Damit möchte sie jungen Leuten in der Gemeinde eine Stimme geben.

Pauline Auths Terminkalender ist voll. Musizieren, Debattieren und nebenbei in ihrer Ausblidung zur Justizfachangestellten am Amtsgericht Fulda erfolgreich sein – all das scheint die 18-Jährige aus dem Eichenzeller Ortsteil Welkers mühelos unter einen Hut zu bekommen. Denn sie hat eine Devise: Ein Amt entweder mit ganzem Herzen ausüben oder es sein lassen.

„Ich bin ein offener, kontaktfreudiger Mensch, der unterschiedliche Meinungen gelten lässt und sie ernst nimmt“, sagt sie im Gespräch mit uns. Diese Voraussetzungen braucht sie auch, um ihre momentan größte ehrenamtliche Aufgabe zu meistern: Im Juni vergangenen Jahres wurde Pauline Auth zur Vorsitzenden des Jugendparlaments Eichenzell gewählt – und das, nachdem sie erst eine Legislaturperiode, sprich zwei Jahre, mit dabei war. Bei den regelmäßigen Treffen, die viermal im Jahr stattfinden, sitzt sie nun zwischen Bürgermeister und Vorstand der Gemeindevertretung, leitet die Sitzungen und vertritt nebenbei die Interessen ihres Ortsteils.


Fahrten geplant, Jugendraum gestaltet

 

„Ich möchte den Jugendlichen eine Stimme geben und bin Sprachrohr zwischen ihnen und dem Rathaus“, sagt sie. „Es ist spannend, trotz unterschiedlicher Meinungen auf einen Nenner zu kommen.“ So hat sie in dieser Aufgabe bereits an der Gestaltung des Jugendraums im Welkerser Bürgerhaus mitgewirkt. In ihrer Funktion als Vorsitzende des Jugendparlaments plante sie zudem eine Fahrt zum Bundestag in Berlin. Ihr Organisationstalent und die Hingabe, Dinge anzupacken, entwickelte sich bei der Auszubildenden schon in der Schule. Nach der Fortbildung für pädagogische Nachmittagsbetreuung folgte das Amt der stellvertretenden Schulsprecherin.

Ihre zweite Leidenschaft neben der Politik ist die Musik. Seit vier Jahren spielt sie im Musikverein Lütter Querflöte, wurde zur Jugendvertreterin gewählt und organisiert auch dort gemeinsame Aktivitäten. Die „Ganz-oder-gar-nicht“-Devise von Pauline Auth zeigte sich bei ihrem Ehrenamt in der Herz-Jesu-Kirche, in der ihr Vater Organist ist. „Viele Jahre war ich Obermessdienerin, aber durch die Ausbildung habe ich dafür leider nicht mehr genügend Zeit“, bedauert sie. Schweren Herzens gab die 18-Jährige diese Aufgabe vergangenes Jahr schließlich ab, die Messe besucht sie aber trotzdem noch regelmäßig.

Ihre Legislaturperiode als Vorsitzende im Jugendparlament wird aufgrund ihres Alters die letzte sein, sehr zum Bedauern der Welkerserin. Eine politische Fortsetzung in der Gemeindevertretung kann sie sich aber durchaus vorstellen, wenn die nächsten Wahlen anstehen. Bis dahin ist sie mit Musikverein, ihrer Schoppen-Damenmannschaft oder als Prinzenmariechen der Vereinsgemeinschaft Welkers beschäftigt – und für Freund Chris bleibt auch noch genug Zeit.

Pauline ist eine von 15 Nominierten für den Jugendpreis 2016 von move36 und der Fuldaer Zeitung. Bis zum 14 Mai stellen wir alle Bewerber auf den Preis vor. Anschließend kannst du deine Stimme abgeben, wer die Ehrenamtsauszeichnung gewinnen soll. Alle Nominierten findest du hier.

Share This